Fake-Shops erkennen: Warnzeichen beim CBD-Einkauf im Internet
Aktualisiert: 23.10.2026 · Autor: Redaktion
Das Wichtigste in Kürze
Fake-Shops erkennen Sie vor allem an fehlendem Impressum, nur Vorkasse als Zahlungsart und auffällig niedrigen Preisen. Prüfen Sie unbekannte Shops vor dem Kauf mit dem kostenlosen Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale. Haben Sie bereits gezahlt, wenden Sie sich sofort an Ihre Bank.
Warnzeichen
Fake-Shops sehen oft täuschend echt aus und kopieren teilweise bestehende Websites. Ein einzelnes Warnzeichen beweist nichts, mehrere zusammen sollten Sie aber stutzig machen.
Impressum fehlt oder ist unvollständig
Ein fehlendes Impressum ist laut Verbraucherzentrale immer ein Warnzeichen. Es muss unter anderem Adresse, vertretungsberechtigte Person und E-Mail-Adresse enthalten. Prüfen Sie, ob die Adresse bei einem Kartendienst existiert und zum Unternehmen passt.
Nur Vorkasse als Zahlungsart
Verlangt ein Shop im letzten Schritt nur noch Vorkasse, ist Vorsicht geboten. Per Vorkasse überwiesenes Geld ist von einem Fake-Shop kaum zurückzubekommen. Die Verbraucherzentralen raten deshalb von Vorkasse bei unbekannten Shops ab.
Auffällig niedrige Preise
Häufen sich in einem Shop auffallend niedrige Angebote, sollten Sie genauer hinsehen. Nicht jeder günstige Shop ist ein Fake-Shop. Ein ungewöhnlich niedriger Preis ist aber ein häufiges Lockmittel.
Ungewöhnliche Domain
Achten Sie auf Abweichungen in der Internetadresse, etwa „.de.com“ statt „.de“. Auch eine Adresse, die nicht zum Sortiment passt, ist ein Warnzeichen. Rechtschreibfehler auf der Website und falsch geschriebene Markennamen deuten ebenfalls auf Fake-Shops hin.
So prüfen Sie einen Shop
Prüfen Sie einen unbekannten Shop in wenigen Schritten, bevor Sie zahlen:
- Geben Sie die Adresse des Shops in den Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale ein.
- Prüfen Sie Impressum, AGB und Widerrufsbelehrung. Hinweise dazu finden Sie unter Pflichtangaben und Käuferrechte.
- Klicken Sie auf Gütesiegel. Ohne Link zu einem Zertifikat des Siegel-Betreibers dürfte das Siegel gefälscht sein.
- Lesen Sie Bewertungen auch außerhalb des Shops, wie im Ratgeber Bewertungen einordnen beschrieben.
- Wählen Sie eine Zahlungsart, bei der Sie erst die Ware und dann die Rechnung erhalten.
Der Fakeshop-Finder zeigt ein Ergebnis in drei Stufen. Gelb bedeutet nicht automatisch Fake-Shop, sondern dass Sie den Shop selbst genauer prüfen sollten.
Was tun, wenn Sie betroffen sind?
Haben Sie bereits überwiesen, kontaktieren Sie so schnell wie möglich Ihre Bank, um die Zahlung zu stoppen. Eine Lastschrift können Sie bis zu acht Wochen nach dem Einzug zurückgehen lassen.
- Sichern Sie Belege: Bestellbestätigung, E-Mails und einen Screenshot des Angebots.
- Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei, das geht auch online.
- Haben Sie über einen Zahlungsdienstleister bezahlt, melden Sie den Shop auch dort.
- Die Beratungsstellen der Verbraucherzentralen prüfen Ihre Unterlagen.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich einen Fake-Shop?
Typische Warnzeichen sind ein fehlendes Impressum, nur Vorkasse als Zahlungsart und auffällig niedrige Preise. Auch gefälschte Gütesiegel und Rechtschreibfehler kommen häufig vor. Der Fakeshop-Finder der Verbraucherzentrale prüft einen Shop kostenlos.
Welche Zahlungsart ist bei unbekannten Shops ratsam?
Wählen Sie eine Zahlungsart, bei der Sie zuerst die Ware erhalten, zum Beispiel Kauf auf Rechnung. Von Vorkasse raten die Verbraucherzentralen ab. Manche Zahlungsdienstleister bieten zusätzlich einen Käuferschutz an.
Wo kann ich einen verdächtigen Shop melden?
Bei einer Fake-Shop-Website bleibt laut Verbraucherzentrale nur die Anzeige bei der Polizei. Fällt Ihnen ein Fake-Shop auf einem Portal auf, wenden Sie sich direkt an den Portalbetreiber. Haben Sie über einen Zahlungsdienstleister bezahlt, melden Sie den Shop auch dort.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Abzocke online: Wie erkenne ich Fakeshops im Internet?, abgerufen am 23.10.2026
- Verbraucherzentrale: Fakeshop-Finder, abgerufen am 23.10.2026